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Im Vordergrund stehen Schafe, im Hintergrund stellt ein Schäfer einen Elektrozaun auf.

Schäferei Humpert

Betriebsinformationen

  • Betriebstyp: Nebenerwerb
  • Betriebsgröße: 40 ha Weideland
  • Weidetierart: Schafe
  • Rasse: Skudde, Weiße Gehörnte und Weiße Hornlose Heidschnucke
  • Anzahl Weidetiere: ca. 350
  • Weidehaltung: Dauerweide, Koppel, Umtriebsweide
  • Region: Nordrhein-Westfalen

Herdenschutz

  • Festzaun, Höhe 1,20 m. Darüber sind an kritischen Stellen als Überkletterschutz zwei zusätzliche Litzen (Plus-/Minus) gespannt
  • Feste Weidetore
  • Mobile Elektrozaunnetze mit mitgeführtem Erdleiter an Stellen ohne starken Bewuchs, Höhe 1,08 m oder mobile Euro-Kombinetze mit starren Stäben, Höhe 0,9 m, an kritischen Stellen erhöht mit elektrifizierbarer Breitbandlitze auf 1,20 m
  • Herdenschutzhunde: Pyrenäen-Berghund. Die Hundeteams werden wechselnd zusammengestellt, sodass jedes Tier lernt, mit jedem anderen aus dem Hundeteam zusammenzuarbeiten. Junge Hunde werden mit älteren „Mentoren-Schafen“ sowie erfahrenen Herdenschutzhunden eingelernt. Im Winter sind die Hunde zum Teil im Stall zusammen mit den Schafen, zum Teil direkt neben dem Stall untergebracht. 
  • Datalogger zur Dokumentation und Überwachung der Stromstärken

Beschreibung

Die Schäferei Humpert im Weser-Bergland ist Mitglied bei Bioland, gehört zu den Arche-Höfen zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen und ist in der Herdbuchzucht aktiv. Familie Humpert verfügt über große Erfahrung in der Beweidung von Naturschutzflächen und der Landschaftspflege. Ihre rund 350 Tiere beweiden insgesamt 12 Flächen von Kalkmagerrasen bis Moorstandorten. Ein Großteil der Weideflächen liegen in Naturschutzgebieten mit vielen Erholungssuchenden und Hundespaziergängern, sowie stark befahrenen Wege und schnell befahrenen Straßen neben den Weiden. Hier entstehen immer wieder Konflikte im Herdenmanagement. Familie Humpert setzt sich bereits seit vielen Jahren aktiv mit der Rückkehr des Wolfs und dem bestmöglichen Schutz ihrer Weidetiere auseinander. Einen Großteil der wolfsabweisenden Maßnahmen wie die Aufrüstung der bereits bestehenden Weidezäune hat Familie Humpert aus eigenen Mitteln bezahlt, da zu dem Zeitpunkt noch keine Fördermittel zur Verfügung standen.

Der Betrieb setzt seit 2011 Herdenschutzhunde ein. Familie Humpert hat eine eigene Hundezucht und ist in der Beratung für den Einsatz von Herdenschutzhunden für die AG Herdenschutzhunde aktiv.

Kontaktmöglichkeiten

Betriebsleitung: Andreas und Ortrun Humpert

E-Mail: aohumpert@web.de

Homepage: www.schaeferei-humpert.de

Erreichbarkeit: Bitte per E-Mail kontaktieren.

Schulung: Bei Interesse an einer Herdenschutz-Schulung auf diesem Betrieb schreiben Sie bitte eine Nachricht an herdenschutz@dvl.org

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