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Im Vordergrund stehen Schafe, im Hintergrund stellt ein Schäfer einen Elektrozaun auf.

Naturschutzstation „Östliche Oberlausitz“ e.V.

Betriebsinformationen

  • Betriebstyp: Nebenerwerb
  • Betriebsgröße: 197 ha, davon 168 ha Weidefläche
  • Weidetierart: Schafe, Ziegen
  • Rasse: Moorschnucke und Burenziege
  • Haltungsform: Landschaftspflege
  • Anzahl Weidetiere: 430 Schafe und 35 Ziegen
  • Weidehaltung: Außer zur Ablammzeit und bei strengen Frostperioden befinden sich die Herden ganzjährig im Weidegang. Koppelhaltung mit Nachtpferchen
  • Region: Sachsen

Herdenschutz

  • selbstgebaute Nachtpferche: Pfähle aus Robinienholz, Wildgatterzaun 1,80 m, Untergrabschutz durch Zaunschürze nach außen 50cm, Befestigung im Boden mit Erdnägeln, Schürze wird zudem 80cm an Wildgatterzaun hochgeführt, 3 stromführende Litzen (2 unten, 1 oben als Überkletterschutz)
  • Mobile Elektronetze (Höhe 1,45 m oder 1,06m)
  • mobiles Erdungssystem
  • bis 2021 tagsüber Hütehaltung, jetzt tagsüber Koppelhaltung, nachts Nachtpferch

Beschreibung

Der Förderverein für die Natur der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft e.V., seit August 2016 anerkannte Naturschutzstation „Östliche Oberlausitz“ des Landkreises Görlitz, unterstützt seit seiner Gründung die Naturschutzarbeit im gleichnamigen Naturraum und weit darüber hinaus. Die Naturschutzstation betreibt eine eigene Biotoppflegeschäferei mit Moorschnucken und Burenziegen. Die genügsamen und robusten Tiere werden in mehreren Gruppen zur Pflege der wertvollen Naturschutzflächen - Zwergstrauchheide, Trockenrasen und Feuchtwiesen - im Biosphärenreservat eingesetzt.

Seit über 20 Jahren setzt sich der Verein aufgrund der Anwesenheit eines Wolfsrudels und mehrfachen Rissen bei den eigenen Herden mit passenden Herdenschutzmaßnahmen auseinander. In Eigenleistung wurden insgesamt sechs Nachtpferche gebaut, die alle mit einem Untergrabschutz sowie elektrifiziertem Überkletterschutz versehen sind. Als besondere Herausforderung sieht die Betriebsleiterin Frau Hertweck die Lage der vielen, oft weit auseinanderliegenden zu beweidenden Kleinflächen an, die zum Teil auch im Wald und mitten im Wolfsrevier liegen. Zudem müssen bei den  sandigen Standorten bis zu zwei Meter lange Erdstäbe verwendet werden, um eine gute Erdung und damit ausreichende Stromspannung auf den Zäunen zu gewährleisten.

Die Herden wurden bis 2021 tagsüber gehütet und nachts im Nachtpferch untergebracht. Die Naturschutzstation sucht derzeit eine/n neue/n Hüteschäfer/in. Aktuell werden die Tiere tagsüber in Koppeln gehalten.

Frau Hertweck steht bei Fragen gerne zur Verfügung, auch eine Betriebsbesichtigung kann gerne vereinbart werden.

 

Kontaktmöglichkeiten

Betriebsleitung: Annett Hertweck

Telefon: 0176/ 483 018 58 oder 035893/50 85 70

E-Mail: annett.hertweck@naturschutzstation-oestliche-oberlausitz.de

Homepage: www.naturschutzstation-oestliche-oberlausitz.de

Erreichbarkeit: tagsüber

Schulung: Bei Interesse an einer Herdenschutz-Schulung auf diesem Betrieb schreiben Sie bitte eine Nachricht an herdenschutz@dvl.org

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